ZULETZT AUSGESTELLT

JUERGEN TELLER

22. Januar bis 23. April 2017

Der Fotograf Juergen Teller (*1964 in Erlangen) ist für seine Arbeit auf dem gesamten Globus unterwegs, lichtet Kim Kardashian und Kanye West auf einem Schutthaufen in Frankreich ab oder begleitet die Bamberger Symphoniker auf Asientour. Mit seiner Fotografie etablierte er seit den 1980er Jahren einen vollkommen neuen Stil, durch den er weltweit Berühmtheit erlangte.

Doch nicht nur Models und Prominente stehen bei ihm vor der Kamera, seine fränkische Heimat ist ebenso wie die Familie immer wieder Thema in seinen Bildern, etwa wenn er seine Mutter in seinem Jugendzimmer in Bubenreuth porträtiert. Juergen Teller ist in vielen Welten zu Hause. Für die Ausstellung im Kunstpalais begibt er sich nun wieder zurück nach Franken, wo alles begann…


Abb.: Juergen Teller, Irene Teller, Detail, Bubenreuth 2016, Copyright and courtesy the artist

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Dicker als Wasser. Konzepte des Familiären in der zeitgenössischen Kunst

24. September bis 27. November 2016

Familie muss angesichts sich wandelnder Realitäten neu gedacht werden. Was genau macht eine Familie im Kern aus?

Die gesellschaftlichen Debatten darum sind neben Werte- und Generationenkonflikten zunehmend von der Entwicklung neuer Technologien wie der künstlichen Befruchtung oder Leihmutterschaft sowie alternativer Lebensentwürfe geprägt. Statt sich biologisch zu legitimieren, kann Familie als Prozess, als doing family, bezeichnet werden. Wechselseitig beeinflussen sich somit Entwicklungen von Lebensgemeinschaften und Gesellschaft und führen zu der Frage, ob der Begriff Familie individuell ausgedeutet und mit allen möglichen Formen des Zusammenlebens gefüllt werden kann. So sind Familienangelegenheiten eben nicht nur privater, sondern auch politischer Natur. Sie sind Ausdruck sich verändernder Sozialstrukturen und sich vervielfältigender Vorstellungen von Familie.

Die internationale Gruppenausstellung Dicker als Wasser beleuchtet das Thema in Fotografie, Video, Installation und Performance. Welche Bedeutung hat Familie angesichts globalisierter Arbeitsbedingungen und pluralisierter Lebensformen heute noch? Inwiefern ersetzen Netzwerke und Freunde klassische Familienstrukturen? Wie muss eine Gruppe auftreten, um von anderen als Familie wahrgenommen zu werden? Ist Familie heutzutage allein eine Sache freier Entscheidung und nicht mehr nur des genetischen Zufalls? Die Künstlerinnen und Künstler reflektieren aus der Distanz oder persönlich involviert den gegenwärtigen Status von Familie.

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Vergangene Ausstellungen auf einen Blick