ZULETZT AUSGESTELLT

Reynold Reynolds: Six or Seven Pieces

19. September bis 16. November 2014

Mit der Ausstellung "Reynold Reynolds: Six or Seven Pieces" widmet das Kunstpalais dem amerikanischen Filmkünstler die erste Retrospektive in Deutschland. Sein Werk bewegt sich an der Grenze zwischen Kunst und Wissenschaft, Vergangenheit und Gegenwart, Realität und Fiktion. Er spielt mit den Erwartungen und Emotionen des Betrachters – und leitet sie auf ungeahnte Weise in die Irre. Unauflösbar überlagern sich die verschiedenen Welten und entführen den Besucher in die Abgründe seiner eigenen Phantasie.

Im Zentrum der Ausstellung steht das Filmprojekt „The Lost“: Eine vergessene Zeitkapsel, die von Reynold Reynolds wiederentdeckt wurde. Auf der Basis der Fragmente des deutschen Films "Die Verlorenen", der 1933 in der Umbruchzeit von der Weimarer Republik zur Herrschaft der Nationalsozialisten entstanden ist, hat der Künstler von 2011 bis 2013 den Film restauriert, neu gedreht und fertig gestellt. Die Geschichte wird aus der Sicht des jungen englischen Schriftstellers Christopher Isherwood erzählt, der im Berliner Kabarett Troika auf eine Gruppe junger Künstler, Tänzer und Musiker trifft und seine Homosexualität erkennt. Im Keller des Kabaretts wird er Zeuge mystischer Experimente, die Tote zum Leben erwecken. Gezeigt wird das Werk als 7-Kanal-Installation, die zusammen mit den in der Ausstellung zu sehenden Fotografien und Archivmaterialien das Filmprojekt bildet. „The Lost“ ist der Versuch, einen verlorenen Teil der Filmgeschichte neu zu schreiben, bei dem der Betrachter aufgefordert ist, die verschiedenen Elemente in seinem Kopf zusammenzufügen.

Ausgehend von diesem Filmprojekt gibt die Ausstellung einen umfassenden Überblick über das vielfältige Schaffen von Reynold Reynolds, indem sie zentrale Werke des Künstlers zusammenführt. Für die Retrospektive ist eine neue Videoarbeit entstanden, die erstmalig im Kunstpalais zu sehen sein wird. Zur Ausstellung wird ein vom Künstler gestalteter Katalog erscheinen.

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RE: COLLECT

28. Juni bis 31. August 2014

Die Städtische Sammlung Erlangen umfasst weit über 4.500 bedeutende Grafiken. In den 1960er Jahren begonnen, spiegelt sie die Vielfalt zeitgenössischer Grafik wider: von raumgreifenden Installationen bis hin zu kleinformatigen Zeichnungen, von Auflagenwerken und Multiples hin zu grafischen Unikaten.

Unter dem Titel „RE: COLLECT“ wird die Städtische Sammlung zum ersten Mal im Kunstpalais gezeigt. Für diese Ausstellung werden bedeutende Grafiken des Bestandes zeitgenössischen Kunstwerken gegenübergestellt. Im Zentrum steht die Frage, welche Diskurse aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in die Gegenwart überführt werden können und wie Künstler sich heute mit den Themen und Motiven der Sammlung auseinandersetzen. Die ausgestellten zeitgenössischen Werke beschränken sich nicht nur auf das Medium der Grafik, sondern umfassen Videoinstallationen, Fotografien und Rauminstallationen.

Die Ausstellung greift wichtige Themen des aktuellen Kunstdiskurses auf: die Auseinandersetzung mit Gesellschaft, dem Wert von Kunst, dem Körper, der Sprache und der Musik. Gezeigt wird, wie die zentralen Strömungen der Kunst der 1960er und 1970er Jahre (Performancekunst, Konzeptkunst, Land Art und Pop Art) in der zeitgenössischen Kunst ihren Nachhall finden und wie Künstler sich heute mit Themen und Motiven auseinandersetzen, die auch wesentliche Aspekte der Städtischen Sammlung ausmachen.

Künstler: Ulf Aminde (DE), Vanessa Beecroft (IT), Joseph Beuys (DE), Anna & Bernhard Blume (DE), Marcel Broodthaers (BE), Janet Cardiff & George Bures Miller (CA), Natalie Czech (DE), Hanne Darboven (DE), Robert Filliou (FR), Nan Goldin (US), Jack Goldstein (CA), Eugen Gomringer (CH), Camille Henrot (FR), Peter Hutchinson (US), Christian Jankowski (DE), Eva Kotátková (CZ), Robert Longo (US), Nasan Tur (DE), Andy Warhol (US)

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