AKTUELLE AUSSTELLUNGEN

Vivian Greven. Apple

21. November bis 05. April 2021

Sinnliche Oberflächen, erotische Kompositionen, makellose Schönheit, doch immer wieder durch einen überraschenden, kalten Durchschuss verzerrt – die neuesten Gemälde von Vivian Greven (*1985 in Bonn) verführen die Betrachter*innen mit einer eigentümlichen Spannung, die sich zwischen Polen wie Perfektion und Unheimlichkeit, Tradition und Avantgarde aufbaut. Grevens Figuren sind in Bildern zum Leben erweckte Skulpturen, deren glatte Haut an Marmor und Porzellan erinnert. Mal aufreizend glänzend, mal geheimnisvoll matt – ihre figurative Malerei spiegelt das Verlangen nach einer perfekten Ästhetik und gefühlvollen Körperlichkeit in einer digitalen Zeit wider.

Apfel und Pfeil – die inhaltlichen Ausgangspunkte für ihre neue Serie Apple sind zwei der ältesten und weit verbreitetsten Motive der Kulturgeschichte. Grevens virtuos verstörende Kompositionen wecken ineinanderfließende Assoziationen von der biblischen Frucht als Symbol der Lust und des Wissens bis hin zum Logo von „Apple“, vom Märtyrertod des Heiligen Sebastian bis hin zu digital animierten Computerspielen.


Abb.: "Ham II", 2020, Öl und Acryl auf Leinwand, 155 x 200 cm,
Courtesy the artist und Privatsammlung, Berlin, Foto: Ivo Faber

mehr Infos

AKTUELLE AUSSTELLUNGEN

Mike Bourscheid. Pisces and Capricorns

21. November bis 05. April 2021

Cowboystiefel, Epauletten, Lederschurz und Mieder – in den Skulpturen, Videos und Performances von Mike Bourscheid (*1984 in Esch-sur-Alzette, Luxemburg) tragen die Charaktere Exzentrisches. Schon diese einzelnen Elemente erzählen Geschichten, verweisen auf typische Träger*innen und ihren Platz in der (Kultur-)Geschichte. Aber macht das eine Figur automatisch zur Prinzessin, zum Cowboy, zum Vater?

Mike Bourscheid entwirft und fertigt vielschichtige und symbolisch aufgeladene Kostüme und macht sie zum Mittelpunkt seiner Arbeiten. Diese selbst geschneiderten, getöpferten, geschmiedeten oder geschnitzten Objekte lässt er seine Protagonist*innen mit großer Selbstverständlichkeit tragen – beim Tanzen, Essen oder auf dem Laufband laufend, auch wenn man sich manchmal kaum damit bewegen kann.

In seinen humorvollen Werken spielt der Künstler mit Ideen von zwischenmenschlichen Beziehungen, mit Rollen und Identitäten und stellt die verlässliche Deutung und Aussagekraft von Figur, Männlichkeit, Statur und Kleidung so verschmitzt wie dringlich in Frage.


Abb.: "Idealverein", 2016-2017, Ausstellungsansicht "Thank you so much for the flowers", Luxembourg Pavilion, Venedig Biennale, 2017

mehr Infos