AKTUELLE AUSSTELLUNGEN

Alona Rodeh. Architecture of the Nights

16. März bis 10. Juni 2019

Licht, Bewegung und Sound: In raumübergreifenden, performativen Installationen übersetzt die Künstlerin Alona Rodeh (*1979 in Tel Aviv, Israel) das nächtliche Design unserer Städte in ästhetische Erfahrungsräume. Mit "Architecture of the Nights" zeigt das Kunstpalais ihre erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland. Ausgehend vom Begriff der ‚Architecture of the Night‘, geprägt im Jahr 1930 durch den US-amerikanischen Architekten Raymond Hood, entwickelt Rodeh ihren künstlerischen Zugang zur urbanen Illumination. Dieser beruht sowohl auf intensiver Auseinandersetzung mit technischen Komponenten als auch auf tiefgehenden kulturhistorischen Forschungen zum Gebrauch von künstlichem Licht.

Im frühen 20. Jahrhundert träumte der Bauhauslehrer László Moholy-Nagy (1895-1946) von mechanischen Apparaturen, mit denen sich über eine Vielzahl von Leucht- und Farbeffekten in großem Maßstab Lichtstrukturen frei im Raum komponieren ließen. Sein Bestreben, die Kunst in die dritte Dimension zu führen, vergegenständlichte sich in Werken wie dem "Licht-Raum-Modulator" von 1930 – demselben Jahr, in dem Raymond Hood seine Gedanken zur Lichtarchitektur entwickelte. Alona Rodeh schöpft aus diesem reichen Erbe und überführt es in zeitgenössische Verhältnisse.

Abb.: Alona Rodeh, "Smooth Operator", 2018, MDF, Sperrholz, LED-Leuchten, Lautsprecher, 373 x 212 x 50 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Courtesy the artist und Christine König Galerie, Wien, Foto: Ludger Paffrath

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AKTUELLE AUSSTELLUNGEN

Andreas Schmitten. Nothing New

16. März bis 10. Juni 2019

Ein Bühnenbild ohne Schauspiel, eine Schaufensterdekoration aus der Vergangenheit, ein Objekt ohne Funktion – die Skulpturen von Andreas Schmitten (*1980 in Mönchengladbach) sind so anziehend wie verstörend. Darüber hinaus arbeitet er auch intensiv im Medium Zeichnung: Die gerade abgeschlossene Serie „Nothing New“ wird in der gleichnamigen Ausstellung im Kunstpalais zum ersten Mal in großem Umfang zu sehen sein. In der Manier von farbenfrohen Storyboards, gezeichnet mit unaufgeregtem Strich, tun gleichmütig dreinschauende Personen darin unerhörte Dinge.

Abb.: Andreas Schmitten, „Bürgerwehr“, 2017, Olbricht Collection © KÖNIG GALERIE, Berlin / London
Installationsansicht: Museum Kurhaus Kleve; Photocredit: Frédéric Schwilden

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