Aktuelle Ausstellung

Altered States. Substanzen in der zeitgenössischen Kunst

04. März bis 21. Mai 2018

Seit jeher nehmen Menschen Substanzen zu sich, die nicht der Nahrungsaufnahme dienen – zur Heilung, zum Rausch, zur Bewusstseinserweiterung, in religiösen Ritualen, zur Selbstoptimierung, aus Protest und Langeweile. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass sich die Motive für den Konsum und damit die gesellschaftliche Bedeutung einer Substanz verändern können. Galt „Pervitin“ seit den 1930er Jahren als Wundermittel gegen verschiedenste Erkrankungen, ist Methamphetamin heute verboten. Wiederum früher ausschließlich als Pferdebetäubungsmittel eingesetzt, ist Ketamin heute nicht nur eine der populärsten Party-Drogen, sondern wird zunehmend bei der Behandlung von Depressionen eingesetzt. Können sich Mädchen schon seit Jahrzehnten die Antibabypille auch gegen unreine Haut verschreiben lassen, kämpft die LGBTQI-Community heute weltweit für den legalen Zugang zu Hormonen.

Die sich wandelnden Kategorisierungen der einzelnen Substanzen als Pharmazeutika, Droge, Hormon oder Dopingmittel scheinen weniger den Effekten und Gefahren geschuldet zu sein. Vielmehr verbirgt sich dahinter neben individuellen Einstellungen und Schicksalen soziale Geschichte geprägt von Fragen der Rasse, Geschlechtlichkeit, Klasse und ökonomischen Interessen. Als Erbe des 19. und 20. Jahrhunderts bleibt der Diskurs um diese Stoffe geprägt von Machtregimen und Tabuisierungen. Die Omnipräsenz von Substanzen verlangt nach einer kritischen Befragung bis hin zu Revisionen des gesellschaftlichen Umgangs mit ihnen.

Abb.: Jeremy Shaw "Introduction to The Memory Personality", 2012
Ein-Kanal-Video-Installation mit Originalsoundtrack
12:10 Minuten, Maße variabel
Courtesy the artist und KÖNIG GALERIE

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aktuelle Veranstaltungen

Making-of: Baustellenführung für Artyschock. Der junge Freundeskreis

Dienstag, 26.06.2018
18.00 Uhr

 
Vorsicht! Nicht auf das Werkzeug unseres Haustechnikers Ian treten! Wir laden euch vor der Eröffnung zur exklusiven Baustellenführung ein. Was muss unbedingt noch getan werden? Gab es Schwierigkeiten oder ist schon alles an seinem Platz? Begleitet die Kuratorin Jolanda Bozzetti und den Kurator Malte Kröger durch die Ausstellungen "Raphaela Vogel. Gipsy King Kong" und "Rinus Van de Velde. Now I am the night of nights".

Eintritt und Führung sind für Artyschock-Mitglieder und alle, die es werden wollen, kostenlos.

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Öffnungszeiten

Di – So: 10 – 18 Uhr
Mi: 10 – 20 Uhr

Eintritt

4 Euro, ermäßigt 2 Euro