Ausstellung-Detailseite

28.11.2026 – 28.02.2027

Fischers Fang

Die große Buchkunst-Schenkung

Was kann ein Buch alles sein? Ein Leporello, das sich über mehrere Meter entfaltet. Ein vielschichtiges Archiv aus Texten, Fotografien, Videos und Klängen. Ein Objekt, das sich auffächern und von allen Seiten betrachten lässt. Oder eine kleine Auflage, in der jede einzelne Seite ein eigenes Kunstwerk ist.

Mit Fischers Fang präsentiert das Kunstpalais erstmals die umfangreiche Schenkung von Karl Manfred Fischer an die Stadt Erlangen: rund 550 Künstler*innenbücher, Mappen, Bildwerke und Editionen, die seit den 1970er-Jahren zusammengetragen wurden. Es ist ein bunter Kosmos, der eine große Bandbreite experimenteller und zeitgenössischer Positionen abbildet.

Künstler*innenbücher sind Schnittstellen – zwischen Kunst und Literatur, zwischen Bild und Schrift. Sie sind eigenständige Kunstwerke, in denen das Buch zum Medium und Objekt der künstlerischen Auseinandersetzung wird. Neben der klassischen Buchform finden sich Konzept- und Objektbücher, Collagen, vielteilige Leporellos, Lose-Blatt-Sammlungen und Multiples aus unterschiedlichen Materialien – als Unikate, Kleinstauflagen und autorisierte Editionen.

Die Ausstellung eröffnet einen pointierten ersten Einblick in Fischers vielgestaltige Sammlung. Zu sehen sind Ausgaben der Künstler*innenzeitschrift Entwerter/Oder, Publikationen des Hybriden-Verlags sowie künstlerische Werke von Hartmut Andryczuk. Hinzu kommen Arbeiten der Westberliner Post-Punkband Die Tödliche Doris, der medienübergreifend arbeitenden Künstlerinnen Elisabeth Masé und Lea Draeger, unabhängige Selbstverlage und spannende regionale Beiträge.

Abb. 1: Elisabeth Masé, Baby-Baby, Hybriden-Verlag, Berlin 2025, 29 x 21 cm. Elisabeth Masé © VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Ausgewählte Bücher aus der Sammlung von Karl Manfred Fischer. Fotos: Annette Kradisch

Vernissage: 27.11.2026
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